Sand-Kunst 2017 im Blühenden Barock

Sommer, Sonne, Sandkunst! Zum ersten Mal präsentiert das Blühende Barock in der Urlaubszeit vom 08.07. - 31.08.2017 riesige Skulpturen aus Sand zum Thema Barock. Ob der Ausstellungsort – die barocke Broderie im Nordgarten – die internationalen Künstler dabei inspiriert?

Bei diesem unterhaltsamen Event für die ganze Familie kann jeder sein Lieblingskunstwerk wählen und den besten Sandkünstler 2017 mitbestimmen.

Natürlich kann man sich auch selbst als Sandkünstler versuchen. Eine Sandburg am Strand hat schließlich schon jeder gebaut. Für Erfrischung und kulinarisches Urlaubsfeeling gibt es Real-Fruit-Eis, exotische Drinks und Picknickkörbe.

Wer den Sommer in diesem Jahr zuhause verbringt, der kann ab kommenden Samstag, 8. Juli, im Blühenden Barock Ludwigsburg eine gehörige Portion Urlaubsgefühl erleben: Dort begeistert nämlich eine neue Ausstellung die Besucher des Schlossparks. Die „Sand-Kunst“ findet im Nordgarten im Bereich der barocken Broderie statt. Aus mehreren hundert Tonnen Sand entstehen unter der künstlerischen Leitung des Sandkunst-Profis Jeroen van de Vlag detailreiche Figuren: Beispielsweise die Front des Ludwigsburger Schloss Favorite. „Da das Schloss derzeit saniert wird, haben wir dieses einmalige Fotomotiv extra für unsere Besucher aus Sand nachbauen lassen“, freut sich Blüba-Direktor Volker Kugel. „Für mich ist es das eindrucksvollste Kunstwerk und ich bin froh, dass unsere Besucher in den Genuss kommen. Es ist toll, was unsere Partner von der Rosenblüten GmbH – mit denen wir ja auch bei der Strohausstellung im Frühjahr zusammenarbeiten – hier alles erschaffen.“

Zu Beginn der Ausstellung werden dann weitere 5 Figuren vollendet sein, in der ersten Ausstellungswoche (8.7. – 12.7.) sind dann sechs Sand-Künstler vor Ort, die alle eine eigene Figur zum Thema erschaffen. Die Besucher können den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter blicken und ihren Lieblingskünstler bzw. die schönste Figur wählen – am 13. Juli wird dann der Sieger gekürt.

„Die Künstler kommen aus Irland, Frankreich, Russland, Holland und der Schweiz, erklärt Alisa Ühle. „Wir sind stolz, dass wir ein international renommiertes Team für unsere Ausstellung gewinnen konnten.“ Die Arbeit mit Wasser und Sand erfordert viel Fingerspitzengefühl. Erst ganz zum Schluss werden die fertigen Skulpturen mit einem speziellen Klebstoff eingesprüht, damit sie Wind und Wetter trotzen. Und auch die Besucher können aktiv werden: Die Organisatoren suchen die beste Sandkasten-Familie (30.07.), die schönste „Tröpfelburg“ (13.08.) sowie die schönste Sand-Flaschen-Kreation (27.08.).

Neben den Sand-Figuren soll es für die Besucher auch viele Sandkästen, Liegestühle und Sonnenschirme geben. „In unserer kleinen Gastronomie können sich die Besucher dazu gefüllte Picknick-Körbe mieten“, erklärt Alisa Ühle. „Außerdem gibt es tolles Eis mit echten Früchten und exotische Drinks.“ Mit den Füßen im Sand, der Sonne im Gesicht und dem Blick auf die wunderschönen Sand-Skulpturen kommen die Besucher so bestimmt schnell in Urlaubsstimmung.

Warum halten die Sandskulpturen so lange?

Viele haben schon einmal eine Sandburg am Strand gebaut. Mit nassem Sand ist das recht einfach - aber sobald der Sand getrocknet war, bestand Einsturzgefahr. Aber warum halten die Skulpturen der Sandkünstler so lange?

Die Sandkünstler, auch Carver genannt, verwenden nicht den normalen Sand vom Sandstrand, denn der ist sehr alt und von den Gezeiten bereits rund gewaschen. Er eignet sich zum Bauen etwa so gut als wenn man versuchen würde Tennisbälle zu stapeln. Der Sand den die Carver verwendet muss eckig und scharfkantig sein.

Natürlich sind die Sandsklupturen der Profis auch größer als normale Sandburgen die man im Urlaub baut... man muss aber auch berücksichtigen, dass für eine Figur 30 Tonnen Sand und mehr verwendet werden. Bevor die Carver aber loslegen können, wird der Sand Schicht für Schicht verdichtet. Und das dauert eine ganze Weile, denn es können immer nur kleine Mengen, also eine Schicht von circa 30 cm Dicke verdichtet werden, denn es ist ganz wichtig, dass der Sand nachher sehr kompakt ist. Beim Verdichten verzahnen sich die eckigen scharfkantigen Sandkörner perfekt und "halten sich gegenseitig" fest.

Das Schnitzen der Sandskulpturen erfolgt dann immer von oben nach unten. Wichtig ist, dass es unten eine "lockere" Schicht Sand gibt, bei der etwaiger Regen gut abfließen und durchsickern kann.

Manche Carver besprühen die Figuren danach noch mit einer eiweißhaltigen Flüssigkeit, die sich wie eine hauchdünne Haut um die Sandskulptur legt, aber dennoch biologisch abbaubar ist. Diese unsichtbare Haut gibt einen temporären zusätzlichen Schutz gegen Starkregen, so dass Sandskulpturen extrem lange haltbar sind.