Sand-Kunst 2019 im Blühenden Barock

Sand-Kunst vom 6.07. bis 29.08.2019


„Es war einmal“ … ein BlüBa-Sommermärchen! Bei der spektakulären Sandkunst-Ausstellung dreht sich diesmal – passend zum großen Jubiläum – alles um die besondere Magie der Märchen. Welche Klassiker setzen die internationalen Sandkünstler in Szene? Wird das ungewöhnliche Material zum Stoff, aus dem Märchenträume sind? Die Besucher des BlüBa können live erleben, wie die beeindruckenden Kunstwerke aus jeweils 30 Tonnen Sand und mehr langsam Formen annehmen.

Mit Beginn der Ausstellung am 6. Juli werden bereits 11 Skulpturen zu bewundern sein. Im weiteren Verlauf der Sand-Kunst werden noch 3 große Skulpturen unter den Augen der Besucher vollendet – ein einmaliges Erlebnis. Zahlreiche Mitmachaktionen für Groß und Klein, bei denen man selber mit Sand aktiv werden kann, laden an den Wochenenden zum Dabeisein ein. Mit den Füßen im Sand, Sonnenstrahlen im Gesicht und großartigen Sand-Skulpturen im Blick lädt der Schlossgarten bei Snacks und erfrischenden Getränken zum entspannten „Summer in the City“-Feeling ein.

Warum halten die Sandskulpturen so lange?

Viele haben schon einmal eine Sandburg am Strand gebaut. Mit nassem Sand ist das recht einfach - aber sobald der Sand getrocknet war, bestand Einsturzgefahr. Aber warum halten die Skulpturen der Sandkünstler so lange?

Die Sandkünstler, auch Carver genannt, verwenden nicht den normalen Sand vom Sandstrand, denn der ist sehr alt und von den Gezeiten bereits rund gewaschen. Er eignet sich zum Bauen etwa so gut als wenn man versuchen würde Tennisbälle zu stapeln. Der Sand den die Carver verwendet muss eckig und scharfkantig sein.

Natürlich sind die Sandsklupturen der Profis auch größer als normale Sandburgen die man im Urlaub baut... man muss aber auch berücksichtigen, dass für eine Figur 30 Tonnen Sand und mehr verwendet werden. Bevor die Carver aber loslegen können, wird der Sand Schicht für Schicht verdichtet. Und das dauert eine ganze Weile, denn es können immer nur kleine Mengen, also eine Schicht von circa 30 cm Dicke verdichtet werden, denn es ist ganz wichtig, dass der Sand nachher sehr kompakt ist. Beim Verdichten verzahnen sich die eckigen scharfkantigen Sandkörner perfekt und "halten sich gegenseitig" fest.

Das Schnitzen der Sandskulpturen erfolgt dann immer von oben nach unten. Wichtig ist, dass es unten eine "lockere" Schicht Sand gibt, bei der etwaiger Regen gut abfließen und durchsickern kann.

Manche Carver besprühen die Figuren danach noch mit einer eiweißhaltigen Flüssigkeit, die sich wie eine hauchdünne Haut um die Sandskulptur legt, aber dennoch biologisch abbaubar ist. Diese unsichtbare Haut gibt einen temporären zusätzlichen Schutz gegen Starkregen, so dass Sandskulpturen extrem lange haltbar sind.