Sand-Kunst 2018 im Blühenden Barock

Sand-Kunst vom 7.07. bis 30.08.2018

Eine ganze Stadt aus Sand wird diesen Sommer im Blühenden Barock erbaut – und zwar Ludwigsburg! Wie werden die internationalen Sandkünstler „unsere“ Stadt in Szene setzen? Welche Bauwerke entstehen aus dem ungewöhnlichen Material? Im Schlossgarten können Besucher live mitverfolgen, wie die riesigen Skulpturen aus mehreren hundert Tonnen Sand Form annehmen.

Sechs Kunstwerke sind bei der Eröffnung bereits fertig. In der ersten Ausstellungswoche vom 7.–11.07. gestalten sechs Profis ihre Werke live. Dann heißt es abstimmen und den besten Sandkünstler wählen, der am 12.07. gekürt wird. Beim Workshop am Sonntag, 29.07., demonstriert ein Sandkünstler, wie jeder selbst ein Kunstwerk bauen kann. Am Sonntag, 5.08., gewinnt der Erbauer der schönsten Tröpfel-Burg eine attraktive Prämie. Beste Urlaubsstimmung ist garantiert, denn Sandkästen, Liegestühle, sommerliche Snacks und exotische Drinks verwandeln den Park in ein Urlaubsparadies.

Warum halten die Sandskulpturen so lange?

Viele haben schon einmal eine Sandburg am Strand gebaut. Mit nassem Sand ist das recht einfach - aber sobald der Sand getrocknet war, bestand Einsturzgefahr. Aber warum halten die Skulpturen der Sandkünstler so lange?

Die Sandkünstler, auch Carver genannt, verwenden nicht den normalen Sand vom Sandstrand, denn der ist sehr alt und von den Gezeiten bereits rund gewaschen. Er eignet sich zum Bauen etwa so gut als wenn man versuchen würde Tennisbälle zu stapeln. Der Sand den die Carver verwendet muss eckig und scharfkantig sein.

Natürlich sind die Sandsklupturen der Profis auch größer als normale Sandburgen die man im Urlaub baut... man muss aber auch berücksichtigen, dass für eine Figur 30 Tonnen Sand und mehr verwendet werden. Bevor die Carver aber loslegen können, wird der Sand Schicht für Schicht verdichtet. Und das dauert eine ganze Weile, denn es können immer nur kleine Mengen, also eine Schicht von circa 30 cm Dicke verdichtet werden, denn es ist ganz wichtig, dass der Sand nachher sehr kompakt ist. Beim Verdichten verzahnen sich die eckigen scharfkantigen Sandkörner perfekt und "halten sich gegenseitig" fest.

Das Schnitzen der Sandskulpturen erfolgt dann immer von oben nach unten. Wichtig ist, dass es unten eine "lockere" Schicht Sand gibt, bei der etwaiger Regen gut abfließen und durchsickern kann.

Manche Carver besprühen die Figuren danach noch mit einer eiweißhaltigen Flüssigkeit, die sich wie eine hauchdünne Haut um die Sandskulptur legt, aber dennoch biologisch abbaubar ist. Diese unsichtbare Haut gibt einen temporären zusätzlichen Schutz gegen Starkregen, so dass Sandskulpturen extrem lange haltbar sind.