Sand-Kunst 2022 im Blühenden Barock

Sand-Kunst vom 02.07. bis 25.08.2022

Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch im Blühenden Barock über die aktuelle Situation und über etwaige Änderungen und Einschränkungen... Wir freuen uns auf Sie!

Lust auf eine faszinierende Reise quer durch Europa? Inklusive Eiffelturm, Kolosseum und griechischem Tempel? Im Blühenden Barock geht das ohne lästiges Kofferpacken: Internationale Sandkünstler nehmen uns mit zu den Sehenswürdigkeiten europäischer Länder. Doch psst! Bis zur Eröffnung ist die genaue Reiseroute noch geheim.

Welche Kunstwerke aus dem ungewöhnlichen Material geschnitzt werden, kann man live im Open-Air-Atelier des Nordgartens erleben. Die Hälfte der Figuren wird zur Eröffnung fertig gestellt sein, weitere vier Figuren entstehen dann direkt am Eröffnungstag. Bis August kreieren lokale Künstler am Wochenende weitere Figuren. Der Besuch lohnt sich gleich mehrfach, denn die Ausstellung verändert sich täglich.

Beim Speed-Carving-Contest am Eröffnungswochenende 2./3.07. haben die Sandkünstler nur 24 Stunden für ihre zum Thema passenden Kunstwerke. Bei der „kunterbunten
Sandwelt“ können Kinder am Wochenende von 11.00 bis 16.00 Uhr gegen eine Gebühr eigene Sandbilder schnitzen. Für entspanntes Sommer-Feeling sorgt die „Sandgastro“ mit Liegestühlen, kühlen Drinks und leckeren Grillspezialitäten.

Warum halten die Sandskulpturen so lange?

Viele haben schon einmal eine Sandburg am Strand gebaut. Mit nassem Sand ist das recht einfach - aber sobald der Sand getrocknet war, bestand Einsturzgefahr. Aber warum halten die Skulpturen der Sandkünstler so lange?

Die Sandkünstler, auch Carver genannt, verwenden nicht den normalen Sand vom Sandstrand, denn der ist sehr alt und von den Gezeiten bereits rund gewaschen. Er eignet sich zum Bauen etwa so gut als wenn man versuchen würde Tennisbälle zu stapeln. Der Sand den die Carver verwendet muss eckig und scharfkantig sein.

Natürlich sind die Sandsklupturen der Profis auch größer als normale Sandburgen die man im Urlaub baut... man muss aber auch berücksichtigen, dass für eine Figur 30 Tonnen Sand und mehr verwendet werden. Bevor die Carver aber loslegen können, wird der Sand Schicht für Schicht verdichtet. Und das dauert eine ganze Weile, denn es können immer nur kleine Mengen, also eine Schicht von circa 30 cm Dicke verdichtet werden, denn es ist ganz wichtig, dass der Sand nachher sehr kompakt ist. Beim Verdichten verzahnen sich die eckigen scharfkantigen Sandkörner perfekt und "halten sich gegenseitig" fest.

Das Schnitzen der Sandskulpturen erfolgt dann immer von oben nach unten. Wichtig ist, dass es unten eine "lockere" Schicht Sand gibt, bei der etwaiger Regen gut abfließen und durchsickern kann.

Manche Carver besprühen die Figuren danach noch mit einer eiweißhaltigen Flüssigkeit, die sich wie eine hauchdünne Haut um die Sandskulptur legt, aber dennoch biologisch abbaubar ist. Diese unsichtbare Haut gibt einen temporären zusätzlichen Schutz gegen Starkregen, so dass Sandskulpturen extrem lange haltbar sind.