Die Sieger des Internationales Straßenmusikfestival 2018 im Blühenen Barock stehen fest

Wiener Chame siegt wieder in Ludwigsburg

Bereits zum 15. Mal war das Blühende Barock der Treffpunkt für Straßenmusikfer aus aller Welt.

Rund 250 Auftritte absolvierten die Künstler an den vergangenen drei Abenden auf insgesamt 12 Bühnen beim Internationalen Straßenmusikfestival im Blühenden Barock. Hierbei ging es darum die Gunst des Publikums zu gewinnen, denn einzig und allein die Besucher haben das Wort bei der Wahl zum Sieger.

Dass das Straßenmusikfestival am Pfingstwochenende mittlerweile ein fester Programmpunkt in Ludwigsburg geworden ist, zeigt nicht nur die große Anzahl der Musikfer, die sich um eine Teilnahme am Festival bewerben, nein, auch rund 30.000 Besucher sprechen wohl eine deutliche Sprache.

Und so begeisterten an den drei Abenden die rund 140 Musiker mit ihren Darbietungen das breitgefächerte Publikum und brachten eine einzigartige musikalische Vielfalt in die Ludwigsburger Schlossgärten, die sicherlich auch die Könige und Herzöge begeistert hätte.

Wie in den Vorjahren Jahren blieb es für die Straßenmusiker und für die Veranstalter spannend bis zum Schluss. Denn auch wenn die Stimmen der einzelnen Auftritts-Tage jeden Abend ausgezählt wurden, konnte man nicht davon ausgehen, dass das Endergebnis bereits frühzeitig feststehen würde, auch wenn man nach dem zweiten Festivalabend bereits eine grobe Tendenz erkennen konnte.

Rund 38.000 Stimmen, von denen jeder Besucher 2 abgeben durfte, haben die Veranstalter ausgezählt und ausgewertet, bis dann das endgültige Ergebnis kurz vor der Preisverleihung feststand.

Platz 5 belegen Stilbruch: Das Trio ist bereits zum 4. Mal dabei - der Name ist Programm. Den Musikern aus Leipzig, Dresden und Berlin gelingt es mithilfe ihrer Stilbruch-Identität eine neue Klassik zu erreichen. Der stilbruch-Sound wird ausschließlich mit Celle, Geige, Schlagzeug und Gesang erzeigt.

Zum ersten Mal dabei und vom Publikum auf Platz 4 gewählt wurde Fezzmo. Fezzmo vereinigt Balkan, Klezmer und schwäbsiche Mundart zu einem unverwechselbaren Musikstil, dem "Schwalkan". Fezzmo spielt überwiegend Eigenkompositionen, die teilweise sogar auf schwäbisch gesungen wurden. Ob sie dadurch im BlüBa so etwas wie Heimvorteil hatten ?

Platz 3 belegt - wie im letztem Jahr auch - Gap's Orchestra - Der Festivalneuling von 2017 erreichte als "Einzelkämpfer" die Gunst des Publikums. Die meiste Zeit hat er in den letzten Jahren damit verbracht, sich aus der Nische der Fingerstyle-Gittaristen hervorzuheben. Er wechselt zwischen 6 und 8 Strings der Flamenco-Fusion-Gitarren und mixt einen eher traditionellen Fingerstlye mit eigenem percussive lap Style und schafft es dadurch einen Klang zu schaffen, der einen ganz eigenen Sound hat.

Platz 2 belegen Calle Mambo, die ebreits zum 3. Mal in Ludwigsburg mit dabei sind. Die M;usiker kommen aus Chile, Kolumbien und Deutschland - und genau wie ihre Herkunftsorte vereinen auch die Instrumente der Gruppe einen Latino-europäischen Musik-Cocktail.

And the winner is: Cobario aus Wien! Und das nun bereits zum dritten Mail (2014 und 2016). Als Straßenmusikanten in Barcelona beginnen wurde das rein instrumentale Akustik-Stil-Projekt 206 gegründet. Seitdem lädt das Trio dazu ein, die Augen zu schließen und sich gemeinsam mit ihnen auf die Reise zu begeben. Denn sie bereisen mit ihrer Wiener Weltmusik Länder wie Mexiko, Tunesion, den Iran oder die Türkei.

Die prozentuale Verteilung der Stimmen:

Platz 1: 9,09 % der Stimmen, Platz 2: 6,16 % der Stimmen, Platz 3: 6,02 % der Stimmen, Platz 4: 5,67 % der Stimmen und Platz 5: 4,24 % der Stimmen.

Aus den Händen von Martin Buch, dem Vorstand der Sparda-Bank Baden-Württemberg, ohne deren finanziellen Engagement das Festival gar nicht möglich wäre, konnten die Sieger die Siegprämien in Empfang nehmen: Cobario erhielt € 1.500, Calle Mambo € 1.000 und Gap's Orchestra € 500. Fezzmo und Stilbruch wurden jeweils mit € 250 belohnt.

Ein Wiedersehen mit den Publikumslieblingen gibt es am 18.08.2018, beim diesjährigen Lichterzauber im Blühenden Barock, wenn die Straßenmusiker unter dem Motto "Best of SMF" erneut das Publikum in den Gärten rund um das Residenzschloss unterhalten werden.

 

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Sie sind alt, sehr alt, die Wegedecken und die Leitungen im Blühenden Barock. Teilweise sind sie noch aus dem Gründungsjahr 1954 oder sogar älter. BlüBa-Besucher die regelmäßig den sogenannte Brückenweg - die Platanenallee vom Eingang am Hinteren Schlosshof zum Schüsselesee - genutzt haben, hatten es quasi immer vor Augen: die Löcher in der Wegedecke wurden immer größer, in immer kleineren zeitlichen Abständen wurden sie notdürftig geflickt - und trotzdem konnte man wenig später an neuen Stellen wieder kleine und dann immer größer werdende Schlaglöcher erkennen.

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