Die Gewinner stehen fest

Die Welt zu Gast in Ludwigsburg

Gute Stimmung trotz kühlen Wetters. Cobario gewinnt wieder beim Straßenmusikfestival.

Es war wieder einmal das Wochenende der Musikwettbewerbe. In Ludwigsburg traten allerdings nicht nur Künstler aus Europa gegeneinander an, nein, in Ludwigsburg beim Internationalen Straßenmusikfestival im Blühenden Barock waren Künstler aus aller Welt vertreten. Musiker aus

Italien, Spanien, Irland, Dänemark, Südafrika, Ghana, Österreich, Belgien, USA, England, Deutschland und sogar aus Australien traten beim mittlerweile zur festen Größe in den Kalendern der Straßenmusiker gewordenen Festival gegeneinander an.

Für die über 40 Startplätze in Ludwigsburg gab es über 350 Bewerbungen und selbst an den Festivaltagen kamen noch einige Straßenmusiker nach Ludwigsburg und versuchten Ihr Glück, für Kollegen einzuspringen, die doch nicht nach Ludwigsburg kommen konnten. So konnten Mazen & Sebetian für den erkrankten Matthias Lüke einspringen und am Festival teilnehmen.

Rund 250 Auftritte absolvierten die Künstler an den vergangenen drei Abenden auf insgesamt 12 Bühnen im gesamten Park. Hierbei ging es darum die Gunst des Publikums zu gewinnen, denn einzig und allein die Besucher haben das Wort bei der Wahl zum Sieger.

Das Straßenmusikfestival, welches nun zum 13. Mal veranstaltet wurde, gehört in Ludwigsburg mittlerweile fest zu Pfingsten. Leider hat in diesem Jahr der Wettergott nicht so gut mitgemacht wie im rekordverdächtigen Vorjahr. Aber, auch wenn die Wetterprognosen eher bescheiden aussahen, so hat es doch während des Straßenmusikfestivals nicht einen Tropfen geregnet. Und auch wenn es in den Gärten rund um das Residenzschloss eher kühl war, das tat der Stimmung keinen Abbruch und die Straßenmusiker heizten den Besuchern ein und rissen sie mit Ihrer Musik mit. Und so begeisterten an den drei Abenden die rund 135 Musiker in 40 Gruppen die rund 25000 Gäste und brachten eine einzigartige musikalische Vielfalt in die Ludwigsburger Schlossgärten, die sicherlich auch die Könige und Herzöge begeistert hätte.

Wie in den letzten Jahren blieb es für die Straßenmusiker spannend bis zum Schluss, genauso so wie auch für die Veranstalter des Festivals. Auch wenn die Stimmen der einzelnen Tage jeden Abend ausgezählt wurden, konnte man nicht davon ausgehen, dass das Endergebnis bereits am ersten oder zweiten Festivaltag feststehen würde, auch wenn man eine ungefähre Tendenz erkennen konnte und bereits nach dem zweiten Festivaltag der Sieger uneinholbar vorne lag. Aber auf den weiteren Plätzen für das Siegertreppchen war die Tendenz nicht so eindeutig.

Insgesamt über 31.000 Stimmen haben die Veranstalter ausgezählt und ausgewertet, bis das endgültige Ergebnis kurz vor der Preisverleihung feststand.

Und der Sieger des Straßenmusikfestivals 2016 heißt - wieder einmal - Cobario. Die Wiener Musiker waren bereits zum 5. Mal dabei haben es seither jedesmals aufs Siegertreppchen geschafft und auch beim Straßenmusikfestival 2014 den 1. Platz belegt - folglich mussten sie laut Reglement im Jahr 2015 aussetzen.

Cobario: Als Straßenmusikanten in Barcelona beginnend, gründeten Rio Che und El Coba 2006 das rein instrumentale Akustik-Projekt “Cobario”. Der Ausnahmegeiger Herwig Schaffner alias Herwigos vervollständigte die Gitarreros kurz darauf zu einem Trio der besonderen Art, welches seitdem immer mehr Genusshörer in seinen Bann zieht. Spanische, irische, orientalische als auch slawische Einflüsse kombiniert mit klassischen Elementen prägen das Klangbild und laden dazu ein, die Augen zu schließen und auf Reisen zu gehen. Auf zahlreichen europäischen wie auch nordamerikanischen Festivals war Cobario mittlerweile zu Gast, wobei sich die Eindrücke aus diesen Reisen auch immer wieder in neuen Kompositionen wiederfinden.

Im Januar 2014 verließ der bisherige Gitarrist Rio Che das Instrumentaltrio. El Coba und Herwigos beschlossen allerdings nach reiflicher Überlegung das Projekt Cobario weiterzuführen und fanden mit dem neuen Gitarristen Giorgio einen hervorragenden Ersatz. Und dass Cobario auch in neuer Besetzung erfolgreich ist haben sie nun bereits mehrfach bewiesen.

Auf dem zweiten Platz landeten Festivalneulinge: RIKAS (Deutschland). Sie tragen auf der Bühne die gleichen Hemden (meistens jedenfalls), verehren unüberhörbar die Beatels, schreiben ihre Songs selbst und träumen davon, eines Tages mit einem Bus auf große Tournee zu gehen. Ihre Musik orientiert sich an den 60er und 70er Jahren. Für ihren Stil haben sie ein eigenes Wort kreiert, nämlich "Vindie", was sich auch Vintage und Indie zusammensetzt. Sie haben so viele Einflüsse, dass sie noch keinen einheitlichen Stil gefunden haben.

Zum zweiten Mal dabei und jetzt Platz 3 belegt hat Frederik Konradsen. Er ist ein wahrer Weltenbummler - geboren in Madagaskar und aufgewachsen und Dänemark. Er spielte mit seiner Gitarre schon in den Straßen und auf den Bühnen von Singapur, Australien, Neuseeland, Süd-Afrika, natürlich Madagaskar, Indien und in vielen europäischen Ländern. Sein Repertoire umfasst Evergreens von Frank Sinatra, Dean Martin, Louis Armstrong bis zu modernem Pop und Rock wie U2, Oasis und Michael Jackson.

Platz 4 wird von Festivalneulingen belegt: ZAP (Australien / Deutschland). ZAP selbst beschreibt sich so: "Was kommt dabei heraus, wenn man ein Waschbrett, ein Mini-Megafon, eine Ukulele, ein Gummi-Huhn, ein paar Steptanz-Schuhe, eine Trompete, zwei Kängurus und etwas Tsatsiki in einen Mixer wirft". Dem Publikum jedenfalls hat diese Mischung gefallen.

Alte bekannte in Ludwigsburg belegten Platz 5: Jammin' Johnny and the discofuckers feat. The new Onkel Hanke Brassorchestra. Sie sind den langjährigen Festivalbesuchern wohl bestens bekannt für ihr musikalisches Talent und ihre außergewöhnlichen Shows. Bereits zum 8. mal waren sie in Ludwigsburg und haben gute Laune verbreitet.

Die prozentuale Verteilung der Stimmen:

Platz 1: 8,97 % der Stimmen, Platz 2: 6,15 % der Stimmen, Platz 3: 5,63 % der Stimmen, Platz 4: 5,17 % der Stimmen und Platz 5: 4,63 % der Stimmen.

Aus den Händen von Martin Hettich, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparda-Bank Baden-Württemberg, ohne deren finanziellen Engagement das Festival gar nicht möglich wäre, konnten die Sieger die Siegprämien in Empfang nehmen:

Cobario erhielt € 1.500,RIKAS € 1.000 und Frederik Konradsen € 500. Platz 4 und 5 waren jeweils mit € 250 belohnt.

Die Gewinner des Straßenmusikfestivals werden nochmals beim Preisträgerkonzert am 25. Mai um 20:00 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) im Ludwigsburger Scala. Tickets sind unter der Sparda-Tickethotline: 0711/2006-3806 erhältlich und - sofern noch vorhanden - an der Abendkasse.

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